| Weltklimatag 6.12.2008 in Göttingen |
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| Geschrieben von: Prof. Dr. Christian Jooß |
| Sonntag, den 21. Dezember 2008 um 12:07 Uhr |
Drastische Sofortmaßnahmen für erneuerbare Energien und Kreislaufwirtschaft!Kein Vertrauen in die Klimaheuchelei der Bundesregierung!Trotz Regenwetter und Kälte nahmen an der gemeinsamen Kundgebung eines Spektrums von verschiedenen Umweltorganisationen, Einzelpersonen und Parteien zeitweise ca. 70 Personen teil.
Peter Kasten von dem Bündnis „Bahn für alle“ forderte den Stopp der Privatisierung und den Ausbau des öffentlichen Verkehrsystems. Prof. Rolf Bertram berichtete von seinen Erfahrungen in der Vertuschung der radioaktiven Katastrophe im „Versuchsendlager Asse II“. Dieter Buss, vom Institut für Forschung und Bildung ging auf die Gefahren der Feinststäube ein. Eine wichtige Quelle stellt die Müllverbrennung dar, und Barbara Schröter vom „Verein Gesundes Gelstertal“ aus Witzenhausen berichtete von Ihren Erfahrungen im Kampf gegen die Müllverbrennungsanlage. Wichtig waren auch Redebeiträge von anwesenden Kollegen von VW aus Kassel und Braunschweig, die deutlich machten, wie in der Gewerkschaftsarbeit und im Betrieb die Arbeiter zu einem wichtigen und kämpferischen Teil der Umweltbewegung geworden sind, beispielsweise beim Widerstand gegen das Endlager Schacht Konrad und beim Eintreten für umweltschonende Automobile. Eine Vertreterin der MLPD aus Göttingen berichtete über die gemeinsame Erklärung von revolutionären und marxistisch-leninistischen Parteien zum Aufbau einer internationalen Einheitsfront gegen die Klimakatastrophe und trat für den Sozialismus als grundlegende Bedingung für die Entwicklung einer höheren Einheit von Mensch und Natur ein. Das Klimaschutzprogramm der MLPD wurde breit bekannt gemacht. Ein Vertreter der Klima AG in Göttingen ging auf die Entwicklung der Klimakatastrophe und die Notwendigkeit von drastischen Sofortmaßnahmen ein. Viel Beifall bekam auch ein Redebeitrag eines Passanten, der in einer Bürgerinitiative gegen Kohlekraftwerke in Kiel mitarbeitet und berichtete, wie es dort gelungen ist, den Neubau eines Kraftwerkes durch aktiven Widerstand zu verhindern. Es gab noch eine ganze Reihe weitere Redebeiträge, wie z. B. den von Prof. Jürgen Schneider zu den Scheinargumenten der Klimaskeptiker. Einig waren sich die Teilnehmer hinterher, dass es trotz schlechten Wetters und nicht so großer Teilnehmerzahl ein gelungener Tag war. Der Kundgebungsort war zentral in der Innenstadt gelegen und trotzdem erreichten wir die vielen Menschen im Trubel des Weihnachtsmarktes nicht, da eine Kundgebung direkt am Weihnachtsmarkt nicht genehmigt wurde. Das muss das nächste Mal besser überlegt werden, bei aller Rücksicht auf den Weihnachtstrubel. |



Es gab Redebeiträge zu vielfältigen Themen und von sehr unterschiedlichen Organisationen. Greenpeace forderte vor allem die Jugend zu Engagement und Aktivitäten auf. Eckhard Fascher von der Linken forderte drastische Maßnahmen zum Klimaschutz ein. Der Umweltbürgermeister der Stadt Göttingen und Mitglied der Grünen berichtete über Anstrengungen in der Kommunalpolitik Klimaschutz voranzubringen. Der Jugendverband Rebell stellte sich vor und präsentierte die Forderungen aus dem Klimaschutzprogramm der MLPD. Christian Jooss von der Bürgerbewegung für Kryo-Recycling, Kreislaufwirtschaft und Klimaschutz nahm den Öko-Betrug der Konzerne und der Bundesregierung auseinander und machte deutlich, dass sich die Umweltbewegung gegen diese Kräfte mehr zusammenschließen muss, auch mit anderen gesellschaftlichen Bewegungen. Dazu wurde auch intensiv der geplante Umweltratschlag im Juni nächsten Jahres bekannt gemacht.
