Erstelle PDF Email Drucken

Gibt oder gab es eine Labor- oder Modellanlage, die nach dem Kryo-Recycling-Prinzip arbeitet und auf der eine willkürlich zusammengesetzte Kunststoffmischung aufbereitet, getrennt und zu einem neuen Produkt verarbeitet wurde?

Antwort

Bisher beschränkt sich die Entwicklung des Kryo-Recyclingverfahrens auf die 3 Teilgebiete:

  • Kältetechnik: Eine 3-fach-Kaskade mit fraktionierter Kältemittel-Verdampfung innerhalb eines einheitlichen 1-Kreis-Systems, inklusive zugehöriger Steuerung.
  • Mechanische Verfahrenstechnik: mit Kältetunnel und integriertem Mahlwerk bestehend aus einem Walzengerüst (nach Sendzimir), allerdings mit flexibel nachführbarer Geometrie.
  • Trenn- und Sortiertechnik: Verfahrenskombination für die Trennung und Sortierung eines komponentenreichen Mischpulvers unter Schutzgasbedingungen.

Die Konzepte wurden dezentral mit der Hilfe spezifisch erfahrener Fachleute/Fachfirmen erarbeitet. An Prototypen für die Teilbereiche wurden experimentelle Erfahrungen gesammelt; daraus stammen die konkret und in Abbildungen vorgestellten Mahlergebnisse, z.B. Gummimehl aus einem Alt-Reifen von bis zu 20 µm Korngröße und die vorgestellten Trennergebnisse.

Bei der Mannesmann Anlagenbau/Demag AG war geplant, die bisherigen Teilbereiche einem zentralen Engineering zu unterstellen; leider kam damals die überraschende feindliche Übernahme des Mannesmann-Konzerns durch Vodafone® dazwischen.

So wurden alle Arbeiten und Laboranlagen bisher im wesentlichen privat betrieben, d.h. unter low-budget-Bedingungen, an wechselnden Orten und mit fachspezifisch wechselnder Hilfeleistung - unter häufigen Gegenaktionen einer Gegen-Lobby mit "langen Einflussarmen", selbst in den Öffentlichen Dienst hinein. Z.Z. steht vorübergehend alles still, weil die Widerstände übermächtig wurden; mit Hilfe der "Bürgerbewegung" e.V. wurde zumindest die Informationssperre über das Verfahren wieder durchbrochen.

[ Zurück ]