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Die ökonomischen Fallstricke der Müllverbrennung einer Müllvermeidungsstrategie im globalen Süden gegenübergestellt

Ausführliche Zusammenfassung

Die Menge unerwünschter Abfälle, die in sich industrialisierenden Nationen weggeworfen werden, haben in den letzten Jahren ein kritisches Ausmaß erreicht. Steigende Bevölkerungszahlen, wachsende Globalisierung westlicher Konsumgewohnheiten und Verbreitung von Einweg-Wegwerfprodukten und Verpackungen sind teilweise beschämend. Mülldeponien, üblicherweise nichts anderes als offene Müllkippen, quellen über und wachsen über Stadtgrenzen hinaus, die Möglichkeit der Entwicklung neuer Deponien einschränkend. In einer Anstrengung, neue Lösungen für die Kopfschmerzem bereitende Entsorgungsprobleme zu finden, bewegen sich viele Länder in Richtung des früheren Privatsektors, sich technologieorientierte Herangehensweisen zu eigen machend, und landen schlußendlich bei der alten Methode der Müllverbrennung.

Allerdings sind mit Müllverbrennungsanlagen - unabhängig davon, wo sie gebaut werden - eine Vielzahl von Folgen verknüpft. Müllverbrennungsanlagen:

  • erzeugen Umweltverschmutzung
  • beeinträchtigen die öffentliche Gesundheit
  • überziehen die angeschlossenen Gemeinschaften mit hohen finanziellen Bürden
  • höhlen die finanziellen Ressourcen der lokalen Gemeinschaften aus
  • verschwenden Energie und Rohstoffe
  • verhindern lokale ökonomische Entwicklung
  • unterminieren Müllvermeidung und rationale Herangehensweisen an Abfallwirtschaft
  • haben in Industriestaaten Betriebserfahrungen, verbunden mit Problemen, gezeigt
  • haben häufig die Emissionsgrenzen überschritten
  • treiben Mißwirtschaft mit der Asche
  • können finanziellen Ruin wegen mangelnder Tonnagemengen bedeuten und
  • lassen meist die Steuer- und Gebührenzahler die Zeche bezahlen.

Müllverbrennungstechnologie, entwickelt und erprobt für die Abfallströme industrialisierter Nationen, kann für sich entwickelnde Industrieländer als noch schlechter funktionierend erwartet werden wegen der Unterschiede in der Zusammensetzung der Abfallströme, unangepaßten Regelwerken und institutioneller Vorkehrungen, Mangel an verfügbarer Währung für den Kauf von Ersatzteilen, Mangel an technischen Fachkräften und ökonomische Systeme, die Arbeit dem Kapital vorziehen.

Müllverbrennungsanlagenvorhaben - verbunden mit Vorhaben, Abfallwirtschaft zu zentralisieren und zu privatisieren - werden häufig als einzige Lösung angepriesen, mit wachsenden Abfallmengen umzugehen. Glücklicherweise gibt es andere Möglichkeiten. In der Tat können Alternativen ohne Müllverbrennung sehr wohl gesamtheitlich sein, entsorgtes Material großer städtischer Bezirke behandeln, und in sich industrialisierenden Ländern mit geringstem Ressourcenaufwand bewerkstelligt werden. Weiterhin verursachen Alternativmöglichkeiten nur einen Bruchteil der Kosten von Müllverbrennung, beschäftigen weit mehr Arbeitskräfte als Müllverbrennung und verursachen weit weniger Umweltverschmutzung. In sich industrialisierenden Ländern haben Programme mit Recycling mit Mülltrennung und Kompostierung (bei denen recycelbare und organische Stoffe im Haushaltsbereich getrennt werden) das Potenzial, 90% des Hausmülls von der Deponierung abzutrennen, ein Maß, das Müllverbrennung nicht erreicht.



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