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| Nachruf zum Tode von Horst Brücker |
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| Geschrieben von: NV AUF geht's |
| Donnerstag, den 18. November 2004 um 18:36 Uhr |
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Unser Freund und Mitstreiter verstarb am 14.11.04 nach schwerer Krankheit. Horst wurde am 16.03.1924 in Duisburg-Laar geboren. Nach der Schule erlernte er das Metzgerhandwerk. Mit 18 Jahren wurde er in den Krieg eingezogen, war in französischer Gefangenschaft. 1948 kehrte er nach Duisburg zurück. Er heiratete und hat eine Tochter. Mit der Familie zog er nach Neukirchen-Vluyn, wo er als Bergmann arbeitete. In der zweiten Hälfte seines Berufslebens war er am Duisburger Großmarkt tätig. Horst hat sein Leben lang gekämpft. Er war ein streitbarer, geradliniger Mensch mit Ecken und Kanten, der konsequent seinen Weg gegangen ist. Er kämpfte gegen Bürokratie und Heuchelei. Sein Bestreben war, zukunftsweisende Arbeitplätze nach Neukirchen-Vluyn zu holen. Besonders lag ihm die Zukunft der Jugend am Herzen. In "Kumpel für AUF" hatte Horst Gleichgesinnte gefunden. Klaus Wallenstein beschreibt in der Taruerrede vom 18.11.04 die erste Begegnung mit Horst: "Wie es seine Art war, fackelte er nicht lange, sondern sagte "Da gehe ich sofort mit" und spazierte schnurstracks in unsere Versammlung. Er nahm am unteren Tischende Platz, mit den Worten: ‚Ich bin der Brücker. Mein Alter verrate ich nicht. Aber es muß sofort etwas passieren hier. Was habt ihr vor?‘ ‚Ich bin der Brücker‘, das war keine Anmaßung, sondern eine Feststellung, denn welcher Alteingesessene Neukirchen-Vluyner kennt ihn nicht. Horst war kein bequemer Zeitgenosse, aber nur wer aneckt, kann etwas anstoßen und verändern. Und darauf kam es ihm an. Horst duldete keine indifferente Haltung. ... Er zwang jeden Position zu beziehen und beurteilte die Menschen nach ihren Taten statt nach ihren Worten. Ganz egal ob Professor, Pfarrer, Bischof, Landes- oder Bundesregierung: Jeden nahm er in die Pflicht mit der Frage: Was tut ihr für die unter Tage hart arbeitenden Kumpel? Er machte es auch uns nicht leicht, weil er uns immer alles abverlangte, aber das machte uns stark. Es gab auch Streit, aber nie Verletzungen und wir wurden trotz bestehender unterschiedlicher Ansichten eine enge Gemeinschaft." Gemeinsam mit seinem Nachbarn gründete Horst das Projekt: "Innovative und zukunftsfähige Arbeitsplätze." Er gewann die für ihre Zukunftstechnologien weltberühmten Professoren Dietrich Stein in Bochum und Harry Rosin in Düsseldorf dafür, ihre Wissenschaft in den Dienst der Arbeiterinteressen zu stellen. Er gab den Anstoß für die Gründung der bundesweiten "Bürgerbewegung für Kryo-Recycling und Kreislaufwirtschaft", im Juni 2003, deren Ehrenvorsitzender er im März 2004 wurde. In der Laudatio vom 20.03.04 schreibt Prof. Dr.med.Harry Rosin "...Unentwegt sucht er nach Auswegen - er ‚simuliert und simuliert und simuliert‘. Er prüft Objekte, die ihm zu Ohren kommen. Wenn sie ihm als Chance für neue Arbeitsplätze erscheinen, marschiert er zu Allen in seinem Bekanntenkreis, die als Fachleute seine Einschätzung kritisieren oder bekräftigen könnten und merkt sich alles. Er schreibt an Ministerien, bittet um sachdienliche Unterlagen, prüft zugehörige Zahlenwerke. Erst wenn er sich selbst überzeugt hat, fängt er an, Bundesgenossen zu überzeugen. ... Im persönlichen Gespräch und am Telefon kann er ein echter Charmeur sein. Seine Schriftsätze sind stets in freundlichem, höflichen Hochdeutsch verfasst. Aber, wenn die Antworten zu zögerlich kommen oder nichtssagend lauten, greift er zum Telefonhörer. Dann kommt seine berühmt berüchtigte Frage:"Un nu, wat iss?". Dann lernt sein Gegenüber den herzerfrischenden Ton eines ‚Duisburger Jung‘ kennen. Es gibt keine Institution, die dann nicht in Bewegung geraten ist..." Horst war Mitbegründer des überparteilichen Wahlbündnisses "NV AUF geht's". Horst hat unauslöschliche Spuren in der Gesellschaft hinterlassen. Unser Mitgefühl gehört der Familie. Wir werden ihn vermissen und seine Spuren weiterführen. |





