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| Pressemitteilung zum Untergang der BP-Ölplattform „Deepwater Horizon“ |
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| Geschrieben von: Redaktion |
| Montag, den 07. Juni 2010 um 18:07 Uhr |
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Seit dem Untergang der BP-Ölplattform „Deepwater Horizon“ am 22.04. 2010 strömen täglich zwischen 9 bis 13 Mio. Liter Erdöl in den Golf von Mexiko. Alle Versuche, das Leck in 1500 Metern Tiefe zu schließen, sind bisher gescheitert. Zuletzt das so genannte Top-Kill-Verfahren. BP hat keine Konzepte, keine Notfallpläne. Der Konzern macht ein riesiges Meeresgebiet mitsamt Flora und Fauna zum Experimentierfeld. Täglich wird der Weltöffentlichkeit die Unfähigkeit nicht nur von BP demonstriert. Auch andere Ölkonzerne, die ebenfalls Bohrinseln betreiben, haben offensichtlich kein know-how für solche Katastrophen. BP spielte alles oder nichts. In der Erwartung weiterer Milliarden Profite aus den Tiefseebohrungen, hat das Management diese Umweltkatastrophe bewusst in Kauf genommen. Selbst am Einbau eines Sicherheitsventils für ein paar Hunderttausend Dollar wurde mit Wissen amerikanischer Behörden gespart. Der BP-Konzern hat staatliche Kontrollbehörden und Teile der US-Regierung seinen Interessen untergeordnet. BP hat versucht die Öffentlichkeit über die tatsächliche Menge des ausströmenden Öls zu täuschen. BP wollte vertuschen, dass es bereits vor der Katastrophe erhebliche Probleme mit der Ölplattform gab. Deshalb kann die Versicherung des Konzerns, er werde für alle Schäden aufkommen, nicht ernst genommen werden. Inzwischen wird von BP der August als Termin genannt, bis durch Entlastungsbohrungen das ausströmende Öl gestoppt werden könnte. In dieser Zeit werden weiter Hunderte Millionen Liter Öl in den Golf von Mexiko fließen. Eine gigantische Umweltzerstörung zeichnet sich ab. Ausmaß und Folgen dieser Katastrophe für das empfindliche Ökosystem der Region, sind nicht absehbar. Experten gehen davon aus, dass wenn es überhaupt möglich ist, Jahrzehnte dauert bis sich das Ökosystem erholen wird. Für die Umweltbewegung ist es wichtig aus dieser Katastrophe vor allem die Schlussfolgerung ziehen, ihre eigenen Anstrengungen zur Rettung der natürlichen Umwelt zu verstärken. Ein ganz wichtiger Baustein dafür ist, eine international vernetzte, schlagkräftige Umweltbewegung aufzubauen. Die Umweltbewegung sollte die Hauptverursacher für Klima- und Umweltzerstörung ins Visier nehmen, die international agierenden Konzerne. Sie sind auf ihrer Jagd nach Maximalprofiten weiter bereit, eine Zerstörung der Lebensgrundlagen auf diesem Planeten in Kauf zu nehmen. Unser Verein setzt sich u.a. für folgende Forderungen ein:
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