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| Pressemitteilung: Keine Laufzeitverlängerung für Atomkraftwerke – AKWs sofort abschalten! |
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| Geschrieben von: Redaktion |
| Donnerstag, den 12. August 2010 um 08:19 Uhr |
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Die Bürgerbewegung für Kryo-Recycling, Kreislaufwirtschaft und Klimaschutz e.V. lehnt Pläne der Bundesregierung ab, die Laufzeiten von Atomkraftwerken (AKWs) zu verlängern. Unser Verein tritt dafür ein, schnellstmöglich innerhalb eines Zeitraumes von 10-15 Jahren die gesamte Energieversorgung auf 100% erneuerbare Energien umzustellen. Rund 12 500 Tonnen hochradioaktive abgebrannte Brennelemente sind in den deutschen AKWs bisher angefallen. Jedes Jahr kommen 500 Tonnen hinzu. Dazu Tausende Kubikmeter schwach- und mittelaktiven Mülls. Zusätzlich werden radioaktive Stoffe in die Atmosphäre und in Gewässer freigesetzt. In den Uranabbaugebieten dieser Welt werden die Menschen durch giftige Schlämme, radioaktivem Staub, durch enormen Wasserverbrauch, Landraub usw. in ihren Lebensmöglichkeiten eingeschränkt, ihre Gesundheit bedroht und die Umwelt zerstört. Bis die Strahlung radioaktiver Abfallstoffe einigermaßen abgeklungen ist, dauert es ungefähr 1 Million Jahre. So lange muss der Atommüll von Mensch und Biosphäre ferngehalten werden. Mit jeden Tag, den die AKWs länger am Netz sind, wächst die Menge an Atommüll weiter, werden durch Unfälle weiter Menschen im Umfeld radioaktiv kontaminiert und wächst die Möglichkeit eines Super-GAUs. Aber alle Risiken und die Schäden die Menschen und Umwelt bedrohen, sollen weiter eingegangen werden. Regierung und Konzerne leugnen deshalb einfach die Bedrohung und Gefahren. Sie sprechen von notwendiger „Brückentechnologie“. Aber tatsächlich behindert der Weiterbetrieb der AKWs wie auch der Bau neuer Kohlekraftwerke die notwendige Umstellung der Energieerzeugung die erneuerbaren Energien. Die Absenkung der Einspeisevergütung für Strom aus Photovoltaik-Anlagen ist dafür ein aktuelles Beispiel. Mit dieser Maßnahme hat die Merkel/Westerwelle-Regierung den Ausbau dieser Technologie gebremst. Entgegen der verbreiteten Behauptung, Solarstrom würde den Strompreis erhöhen, gerieten durch die Einspeisung von Strom aus Photovoltaik die hohen Strompreise am Strommarkt unter Druck. Die Energiekonzerne fürchteten das Sinken ihrer Gewinne und um die Rentabilität ihrer geplanten neuen Gas- und Kohlekraftwerke. Es kann davon ausgegangen werden, dass die schwarz-gelbe Regierung mit der Senkung der Vergütung eine den Stromkonzernen lästige Konkurrenz ausschalten sollte. Eine wachsende Zahl in der Bevölkerung erkennt, dass das Festhalten an den AKWs unverantwortlich ist. In einer FORSA-Umfrage im April 2009 sprachen sich 2/3 der Befragten für die Beibehaltung des Atomausstiegs bzw. für einen schnelleren Ausstieg aus. Die Menschenkette im April 2010 und die Proteste gegen die Atompolitik der Bundesregierung zeigen eine gewachsene Ablehnung in der Bevölkerung. Unser Verein unterstützt diesen Widerstand und sieht darin ein wichtiges Mittel, mit dem die Regierungspläne gestoppt werden können. Insbesondere rufen wir dazu auf, sich an der geplanten Umzingelung des Regierungsviertels am 18.09.2010 in Berlin zu beteiligen. |





