Stuttgart 21 ist ein Gegenprojekt zur Kreislaufwirtschaft – Solidarität mit dem Widerstand! PDF Drucken E-Mail
Geschrieben von: Redaktion   
Donnerstag, den 14. Oktober 2010 um 19:04 Uhr

Die Bürgerbewegung für Kryo-Recycling, Kreislaufwirtschaft und Klimaschutz unterstützt den Widerstand gegen den geplanten Durchgangsbahnhof S 21. Dieses Projekt ist auch aus Sicht des Umwelt- und Klimaschutzes ein Super-Gau und stellt sich gegen die dringend notwendige Wende zu Kreislaufwirtschaft. Es dokumentiert, dass die Macher die Zeichen der Zeit nicht verstanden haben. Um die schlimmsten Folgen der Klimaveränderungen zu verhindern, müssen in den nächsten 10 - 15 Jahre die CO2-Emissionen weltweit um 80 % gesenkt werden. Dem Erhalt und Schutz der Natur muss oberste Priorität eingeräumt werden.

Stuttgart 21 dagegen trägt nichts zur Reduktion der CO2-Emissionen bei. Die Möglichkeiten des Schienenverkehrs als Alternative zum Güter- und Personenverkehr auf der Straße werden überhaupt nicht genutzt. Im Gegenteil, die Neubaustrecke Wendlingen - Ulm ist für den Güterver­kehr nutzlos, das Projekt insgesamt schadet sogar dem Güterverkehr in diesem Raum. Durch das Projekt werden finanzielle Mittel gebunden, die für den Ausbau des Schienengüterverkehrs dringend gebraucht werden und wirklich notwendige Ausbauvorha­ben wie die Rheintalbahn oder der Lü­ckenschluss Rhein-Main — Rhein-Neckar werden um mindestens 20 Jahre verzögert. Stuttgart 21 hat negative Auswirkungen auf das lokale Klima der Stadt. Die umfangreichen Erdarbeiten und geplanten Tunnel bedrohen die Heilquellen Stuttgarts. Der Schlossgarten, eine wichtige grüne Lunge mit seinen Baum- und Pflanzenbestand wird zerstört.

Stuttgart 21 wird mit einer Bauzeit von geplant mindestens 10 Jahren zu einer Dauerbelastung für die Bewohner. Riesige Mengen an Erde und Beton sollen bewegt werden, was unweigerlich zu einem ständigen Verkehrschaos mit Dauerstaus, Lärm-, Feinstaub- und Abgasbelastungen führen muss. Suttgart 21 kommt als Fortschrittsprojekt daher. In Wahrheit dokumentieren Politiker und große Teile der Wirtschaft, dass ihnen Klima- und Umweltzerstörungen oder die Gesundheit der Bewohner völlig egal sind. Wichtig ist ihnen nur, dass sich mit dem Projekt Möglichkeiten eröffnen, Profite zu machen. Die Gegner von Stuttgart 21 zeigen dagegen mit ihrem Widerstand, dass sie Verantwortung übernehmen für ihre Stadt, die Natur und damit auch für die zukünftigen Generationen. Auch von dem brutalen Polizeieinsatz hat sich dieser Widerstand nicht einschüchtern lassen.

Die Bürgerbewegung für Kryo-Recycling, Kreislaufwirtschaft und Klimaschutz ist der Meinung, dass das Projekt Stuttgart 21 nicht besser kommuniziert werden muss. Aus unserer Sicht gibt es nur einen Standpunkt zu Stuttgart 21. Dieses Wahnsinnsprojekt darf nicht realisiert werden. Wir solidarisieren uns mit dem Widerstand und rufen dazu auf diesen bundesweit durch öffentliche Aktionen zu unterstützen.

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