CCS-Technologie ist ein Irrweg PDF Drucken E-Mail
Geschrieben von: Redaktion   
Dienstag, den 24. März 2009 um 21:19 Uhr

Das geplante "Gesetz zur Regelung von Abscheidung, Transport und dauerhafter Speicherung von Kohlendioxid" (CCS-Gesetz) ist ein klimapolitischer Irrweg. Es soll den mehr als 20 in Deutschland geplanten Kohlekraftwerken den Nimbus der Klimafreundlichkeit geben, indem behauptet wird, dass Kohlendioxid aus dem Abgas gefiltert und in unterirdische Gesteine verpresst werden kann. Stattdessen muss der Erforschung und dem massenhaften Einsatz regenerativer Energien absoluter Vorrang gegeben werden.

"Die Folgen der Klimakatastrophe können nur dann in Grenzen gehalten werden, wenn in den nächsten 15 - 20 Jahren der weltweite CO2-Ausstoß drastisch um 80 % reduziert wird." so Prof. Dr. C. Jooß, 1. Vorsitzender der Bürgerbewegung für Kryo-Recycling, Kreislaufwirtschaft und Klimaschutz e.V. Aber Umweltminister Gabriel und die Bundesregierung machen sich stark für ein unausgereiftes, ökologisch äußerst schädliches und teures Konzept, welches die Nutzung fossiler Energieträger für die Zukunft zementiert. Die so genannte CCS-Technologie (carbon dioxide capture and storage) muss aus Sicht des Vereins abgelehnt werden.

  1. Mit der Einführung von CCS wird der Weiterbau der vielen Klima zerstörenden Kohlekraftwerke begründet. Tatsächlich ist aber noch nicht klar, wann diese Technologie überhaupt zum Einsatz kommen wird.
  2. Die gedachte Lagerung in entleerten Öl- und Gasfeldern stellt ein erhebliches Risiko dar: CO2 löst sich im Untergrund in Wasser und bildet Kohlensäure. Diese ist in der Lage, kalkhaltiges Gestein aufzulösen, und führt zu unkontrollierbaren chemischen Reaktionen. Dabei kommt es sowohl zu allmählichen als auch eventuell zu eruptiven Ausgasungen von CO2 aus dem Untergrund. Die Gesellschaft der deutschen Chemiker stellte fest, dass es keine sichere Lagerstätten für CO2 im Untergrund gibt.
  3. Bei einer angedachten Lagerung für 1.000 bis 10.000 Jahre bestehen vielfältige Risiken, die zukünftige Generationen erheblich belasten. Es ist nicht möglich, den Austritt von CO2 in die Atmosphäre zu verhindern, und damit stellt CCS keine klimaschonende Technik dar. Abrupte Ausbrüche großer CO2 Mengen aus dem Untergrund können zur Vergiftung und dem Tod ganzer Ortschaften führen.
  4. Der Transport des Klimagiftes CO2 vom Kraftwerk zu den Lagerstätten durch LKWs, Schiffe, Pipelines ist riskant und unwirtschaftlich.
  5. Eine vermiedene Tonne CO2 kostet nach heutigen Schätzungen 26 - 37 €. Damit verdoppeln sich die Stromgestehungskosten für Kohle, für Erdgas steigen sie um 50%.
  6. Jedes Versuchsvorhaben braucht nach Untersuchung von McKinsey eine staatliche Anschubfinanzierung von 500 Millionen bis zu 1,1 Milliarden €.
  7. CCS verschlechtert den Wirkungsgrad der Kraftwerke um 10 - 25 %. Es muss also erheblich mehr Kohle verbrannt werden, um die gleiche Menge Strom zu erzeugen.


Das Konzept, das Klimagift CO2 in tiefe Erdschichten zu verpressen, nützt allein den Energiekonzernen. Sie halten langfristig an der hochprofitablen Verbrennung von Kohle fest, anstatt die Investitionen in erneuerbare Energien zu stecken.

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