Veranstaltung in Witzenhausen am 27.04.2004 PDF Drucken E-Mail
Geschrieben von: Redaktion   
Freitag, den 30. April 2004 um 21:00 Uhr

Müllverbrennung NeinAnlässlich der bundesweiten Aktionswoche gegen MVA und für Kryo-Recycling organisierte ein Bündnis bestehend aus dem Verein "Gesundes Gelstertal i. G.", der Bürgerbewegung für Kryo-Recycling und Kreislaufwirtschaft, dem Rebell und Prof. Braukmann von der Universität Kassel-Witzenhausen am 27.04. eine Veranstaltung "Recyceln statt Verbrennen" mit Prof. Rosin. Sie war ein Höhepunkt der Kampagne des Vereins zur Organisierung von Einsprüchen gegen die Müllverbrennungsanlage in Witzenhausen.

Die Veranstaltung war mit 110 Teilnehmern recht gut besucht. Prof. Rosins Vortrag zeigte umfassend die Gefährlichkeit der MVA auf und darüber hinaus den beginnenden Umschlag in eine weltweite Umweltkatastrophe. Er überzeugte mit der Alternative des Kryo-Recyclings.

Die Veranstaltung ging mit Diskussion von 19:30 bis 23:00; den Besuchern brannte es nach dem sehr spannenden Vortrag von Prof. Rosin regelrecht unter den Nägeln, Fragen und Diskussionsbeiträge loszuwerden. Die Wortbeiträge reichten von Fragen zur Giftigkeit der MVA, dem Kryo-Recycling hin zu Überlegungen für eine umfassende Kreislaufwirtschaft. Besonders diskutiert wurde, wie sich die Anlage in Witzenhausen noch verhindern lässt, warum keiner der Kommunalpolitiker sich auf den Informationsveranstaltungen sehen lässt, und warum sich die Uni Witzenhausen-Kassel nicht einen guten Ruf erwirbt mit der Unterstützung des Kryo-Recyclings.

Verschiedene Beiträge setzten sich kritisch mit der Vorstellung auseinander, vor allem auf die Bearbeitung von lokalen Politikern zu setzen. Sie orientierten darauf, selber aktiv zu werden. Von verschiedenen Teilnehmern wurde unmissverständlich klargemacht, dass es um die Verhinderung und Abschaltung aller MVAs gehen muss und nicht nur um die Witzenhäusener. Der Vorschlag des Rebells, für die Anhörung am 1.6. eine Demonstration zu organisieren, kam sehr positiv an, was an dem großen Beifall deutlich wurde. Allerdings waren zu wenig Jugendliche auf die Veranstaltung gekommen, es waren ca. 10 Studenten anwesend. Diese machten es sich zur Aufgabe, am nächsten Tag durch die Vorlesungen zu ziehen, um noch weitere Einsprüche zu sammeln. An der Veranstaltung selber wurden noch 30 Einsprüche unterschrieben, da am nächsten Tag (28.4.) die Einspruchsfrist ablief.

Die Bürgerbewegung für Kryo-Recycling und Kreislaufwirtschaft wurde am Anfang kurz vorgestellt. Es wurde darauf hingewiesen, dass es wichtig ist, diese Bewegung auch durch Mitgliedschaft zu unterstützen. Sehr gut gelungen ist die Werbung und der Verkauf der Broschüre "Recyceln statt verbrennen". Es wurden alle 40 Broschüren verkauft. Auch während der Werbung für die Veranstaltung in der Mensa Witzenhausen wurden 5 Stück verkauft. Eine Schwäche war, dass keine Filme der Bürgerbewegung zum Verkauf dabei waren.

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