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| Strom aus der Sonne - wie - wieso? |
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| Geschrieben von: Traude Heberle-Kik |
| Montag, den 11. Dezember 2006 um 21:24 Uhr |
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Veranstaltung des Kommunalen Bündnisses "AUF Stuttgart", der Bürgerbewegung für Kryo-Recycling und Kreislaufwirtschaft und des Arbeiterbildungszentrums Süd am 8. Dezember 2006 in Stuttgart-Feuerbach 200 Besucher im bis auf den letzten Platz besetzten großen Saal im Bürgerhaus wollten mehr wissen über die Klimaveränderung und über die großtechnischen Möglichkeiten zur Anwendung der Sonnenenergie. Dazu war Prof. Dr. Ing. Jörg Schlaich als Referent eingeladen. Wie Traude Heberle-Kik in der Begrüßung betonte, hat sich das Weltklima seit der Weltklimakonferenz in Kyoto verschlechtert, die CO2-Emissionen sind weiter angestiegen. Unsere Luft wurde quasi privatisiert und wird als Emissionswert an der Börse gehandelt. Nach Nairobi soll das Weltklima weitere 2 Jahre beobachtet werden. Die Zeit drängt jedoch. Persönliches Engagement ist notwendig. Joachim Faulstich, der Regisseur des Films "Crash 2030", schilderte anschaulich, wie kompliziert die Dreharbeiten waren, mit authentischen Tricks die Welt in der Klimakatastrophe darzustellen. Das war 1994 und sollte die Erde im Jahr 2030 darstellen. Bereits heute müsste Joachim Faulstich nur vor Ort drehen - viele Veränderungen erleben wir heute schon. Im Film werden angeklagt die Politiker, die in der Zeit bis 1994 regierten, und die Manager der großen Automobilfirmen, die Verantwortung für die Umwelt hatten. Nach diesem etwas beklemmenden, preisgekrönten Planspiel zeigte Prof. Schlaich auf, welche immensen Möglichkeiten in der Anwendung der Sonnenenergie stecken. Die Sonne ist eine unerschöpfliche umweltverträgliche Energiequelle, die allen Menschen überall zur Verfügung steht. Der Weg der Nutzung der Sonnenenergie steht nicht nur den sonnenreichen Ländern offen. Er kommt der ganzen Erde zugute, weil jede Umweltentlastung global wirkt. Die sonnenreichen Länder könnten den Solarstrom über ihren eigenen Energiebedarf hinaus erzeugen und exportieren. Dies könnte z.B. in Nordafrika sein, denn eine Leitung besteht bereits nach Südspanien. Dadurch würde sich die Umwelt zerstörerische Energienutzung der Industrienationen verringern, die armen Länder könnten Erträge erzielen, die ihren Lebensstandard und ihr Bildungsniveau heben. Denn Armut, Bevölkerungsexplosion, Kriege und Völkerwanderungen sind nicht zuletzt Folgen unzureichender Energieversorgung bzw. zu hoher Energiekosten. Besonders genial ist seine Entwicklung des Aufwindkraftwerkes. Unter einem großen Glasdach wird Luft durch die Sonneneinstrahlung erwärmt. Sie strömt zu einer unten offenen Kaminröhre in der Mitte des Daches und zieht dort nach oben. Dieser Aufwind wird mittels Turbinen am Fuße des Kamins in Elektrizität umgewandelt. Für den Bau werden vor allem Glas und Zement benötigt, die aus Sand und selbsterzeugter Energie, also unerschöpflichen Rohstoffen hergestellt werden können. Die für den Bau erforderliche Energiemenge erzeugt ein Aufwindkraftwerk im Lauf von 21/2 Jahren (energy pay back time). Das Aufwindkraftwerk wandelt Kohle und Öl in Arbeit. Am 2. März 2007 um 18.30 Uhr im Bürgerhaus in Feuerbach treffen sich alle, die Interesse daran haben, in Stuttgart einen Umwelt-Aktionstag oder eine Konferenz o.ä. vorzubereiten. |





