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| Zwischenbericht Unfall in MVA Hannover |
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| Geschrieben von: Klaus Koch (Umweltverband DAS BESSERE MÜLLKONZEPT) | ||||
| Freitag, den 08. April 2005 um 14:01 Uhr | ||||
Seite 1 von 2 Liebe Umweltaktive, wie ihr sicherlich schon gehört habt, gab es kurz vor Ostern einen Betriebsunfall in der neuen Anlage MVA Hannover-Lahe. Während des Probe- und Einfahrbetriebes wurde über einen Bypass, unter Umgehung der Filteranlage, schadstoffhaltige Asche in die Umgebung geblasen. Von der BI Hannover gegen MVA habe ich den Bericht dazu zu eurer Verfügung (in Anlage) erhalten. Um auch die BKB zu dem Unfall zu hören (lesen), habe ich auf deren Internetseiten nach dem Vorgang gesucht und eine aktuelle, aber nichts sagende PM gefunden. (siehe Anlage) Im interessant zu lesenden Zwischenbericht vom Bereitschaftsdienst des Fachbereiches Umwelt der Region Hannover ist dazu folgenden zu finden: "Weitere Analyseergebnisse der Staub- und Bodenproben liegen zur Zeit noch nicht vor, so dass eine Bewertung, ob Gefahren für die menschliche Gesundheit bestanden oder bestehen, noch nicht möglich ist. Das von BKB bekannt gegebene erste Analyseergebnis, "im Staub seien keine Kohlenwasserstoffverbindungen gefunden" worden, erlaubt noch keine belastbare Aussage, denn die Analyse betrifft Filterstaub aus der MVA, ausgetreten ist jedoch Kesselstaub.(!!!) Soviel zur Glaubwürdigkeit eines Entsorgungskonzerns, der die Abfälle von Millionen von Menschen verbrennt! Kein einziges Wort der Entschuldigung zu einem Unfall, der hunderte von Menschen betrifft! In Erfurt verzichtete auf Einwendungen von den Sachbeiständen Peter Gebhardt und Klaus Koch (für das Aktionsbündnis aus BUND, Grünen und PDS) der Anlagenbetreiber freiwillig auf den Einbau eines zuvor geplanten Bypasses! Auf der Homepage der BKB fand ich jedoch eine ältere Aussage für alle, die sich mit der Verbrennung von hochkalorischen Abfällen auseinander setzen müssen: Hier ein Auszug aus der PM von BKB zu EBS-Abfällen: "Kritik an MBAs""Durch die Behandlung von Abfall entstehen 50 bis 60% heizwertreiche Stoffe. MBA-Betreiber rechnen durch den Vertrieb dieser Stoffe als Ersatzbrennstoff mit einem hohen Gewinnpotenzial. Doch ist die Verbrennung dieser Brennstoffe nicht nur umweltpolitisch bedenklich, sondern auch aus technischen und wirtschaftlichen Gründen hinterfragbar. Auch im BKB-Kraftwerk Buschhaus, das zu den renommiertesten Anlagen zur Verbrennung von Ersatzbrennstoffen gehört, wird dieses Material nicht eingesetzt, denn die hohe Chlorbelastung der Brennstoffe führt zu Korrosion und damit zu Schäden im Kessel. Auch die daraus erzeugte Schlacke kann aufgrund ihrer Schadstoffbelastung nicht weiter genutzt werden. Eine Möglichkeit ist, die heizwertreichen Fraktionen in Zementwerken zu verbrennen. Doch führt sie durch den saisonbedingten Betrieb der Werke kaum zu Entsorgungssicherheit. Zudem ist der Einsatz nur in Werken mit einer aufwändigen Wirbelschicht möglich und erfordert außerdem eine ständige Überwachung der Brennstoffe. Aufgrund des ohen Heizwertes der MBA-Fraktionen ist die Verbrennung in Müllverbrennungsanlagen nicht wirtschaftlich." (siehe vollständigen Text in Anlage) BKB ist eine 100 prozentige Tochter vom EON Konzern und verfügt bundesweit z.Z. über einen Entsorgungsverbund von 1,5 Mio. Tonnen. Aus dieser PM lässt sich für mich auch ablesen, was für ein Machtkampf hinter den Kulissen der Entsorgungsbranche tobt. Die zukünftige Verbrennung von hochkalorischen Abfällen setzt weitere MBAs und spezialisierte und aufwendigere Verbrennungsanlagen voraus (Wirbelschicht), die von den klassischen Verbrennern nicht gewollt wird. Wir werden euch über die Unfall-Hintergründe weiter informieren ! Mit Gruß Klaus Koch |





